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Fünf Schlüsseldimensionen zur Beurteilung der Qualität von Pflanzenextrakten
Jahrelang dominierten im globalen Handel mit Pflanzenextrakten Beschaffungsstandards, die sich auf die „deklarierte Reinheit“ konzentrierten. Jüngste Rückrufe international renommierter Marken aufgrund von Sicherheitsbedenken bei Rohstoffen haben jedoch den fatalen Fehler einer eindimensionalen Bewertung offengelegt: Ein Extrakt mit einer Reinheit von 98 % kann aus mit Schwermetallen stark belasteten Böden stammen oder chemisch verändert worden sein, um bestimmte Reinheitsvorgaben zu erreichen. Dadurch kann sich seine Bioaktivität erheblich von der seines natürlichen Zustands unterscheiden.

Pflanzliche Vitamine: Branchenwandel von „Nahrungsergänzung“ zu „Funktionsverbesserung“
Der globale Vitaminmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit. Laut einem aktuellen Bericht des Nutritional Business Journal wird der Markt für pflanzliche Vitamine bis 2028 voraussichtlich jährlich um 18,7 % wachsen und damit den Markt für synthetische Vitamine deutlich übertreffen. Diese Entwicklung spiegelt nicht nur die Verbrauchernachfrage nach Produkten mit transparenten Inhaltsstofflisten und Nachhaltigkeit wider, sondern signalisiert auch die Wertschöpfung der Branche weg von der chemischen Synthese hin zu bioaktiven Lösungen.

Pilzextrakt – Unterstützt die Immunregulation, steigert das Energieniveau
Pilzextrakt ist ein Gemisch bioaktiver Verbindungen, das durch physikalische oder chemische Trennung und Konzentration der Wirkstoffe aus den Fruchtkörpern, dem Myzel oder den Fermentationsprodukten von Pilzen (Makromyceten) gewonnen wird. Es handelt sich nicht um eine einzelne Substanz, sondern um ein Gemisch aus mehreren bioaktiven Komponenten, deren spezifische Zusammensetzung von der Pilzart und dem Extraktionsverfahren abhängt. Zu den häufigsten Hauptwirkstoffen zählen Shiitake-Polysaccharide im Shiitake-Pilz und Ganoderma-Polysaccharide im Reishi-Pilz. Hauptfunktionen: Immunmodulation, Antitumorwirkung, antioxidative Eigenschaften.

Astragalus-Extrakt – Regulierung des Immunsystems, antioxidativ und Anti-Aging
Astragalus-Extrakt ist ein bräunlich-gelbes oder gräulich-weißes Pulver, das aus den getrockneten Wurzeln von Astragalus membranaceus, einer Hülsenfrucht, gewonnen wird. Seine Hauptwirkstoffe sind Astragalosid IV und Astragalus-Polysaccharide. Das Produkt zeigt pharmakologische Wirkungen wie Stärkung des Immunsystems, Steigerung der Energie, Linderung von Müdigkeit, antimutagene Eigenschaften, Leberschutz, Hemmung der Osteoklastenaktivität und Stoffwechselregulierung. Astragalosid IV trägt unter anderem zur Senkung der Blutfettwerte und zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf- und zerebrovaskulären Erkrankungen bei, während es gleichzeitig den Blutzuckerspiegel senkt und das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie hemmt.

Emblica-Extrakt: Ein natürlicher Gesundheitsschatz aus Nahrung und Medizin
Emblica-Extrakt wird aus den getrockneten, reifen Früchten von Terminalia chebula gewonnen, einer Pflanze aus der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und der Gattung Terminalia. In China ist sie als Yuganzi bekannt und verdankt ihren Namen dem Geschmack ihrer Früchte – anfangs sauer und herb, später süßer. Als vom Gesundheitsministerium zugelassener Lebensmittel- und Arzneimittelzusatzstoff lässt sich ihre Anbaugeschichte Tausende von Jahren zurückverfolgen und ist in der ayurvedischen Medizin Indiens sowie in der traditionellen chinesischen Medizin verankert.

Schwarzer Pfefferextrakt – Ein Bioverfügbarkeitskatalysator und eine natürliche Fundgrube an Wirkstoffen
Schwarzer Pfefferextrakt ist ein standardisierter, natürlicher Extrakt, der aus hochwertigen schwarzen Pfefferfrüchten mittels moderner überkritischer CO₂-Extraktion gewonnen wird. Bekannt für seinen Hauptwirkstoff Piperin, gilt er als „Bioverfügbarkeitsverstärker“, der die Aufnahme verschiedener Nährstoffe deutlich verbessert. Gleichzeitig reich an zahlreichen bioaktiven Verbindungen, ist er ein wichtiger Bestandteil von funktionellen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und natürlichen Gesundheitsprodukten.

Natürliche Vitalitätsquelle – Einführung in den Grüntee-Extrakt
Im Zeitalter gesundheitsbewusster Konsumtrends erfreuen sich natürlich gewonnene Wirkstoffe zunehmender Beliebtheit. Grüntee-Extrakt, ein Naturprodukt aus den zarten Blättern der Teepflanze, hat sich aufgrund seiner reichhaltigen Wirkstoffe und vielfältigen Vorteile zu einem Star-Inhaltsstoff in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika entwickelt. Er vereint die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Grüntee und verleiht verschiedenen Produkten natürliche Vitalität.

Engelwurzextrakt – Nährt das Blut und fördert die Durchblutung, reguliert die Menstruation und lindert Schmerzen
Angelika-Extrakt ist ein Gemisch aus Wirkstoffen, die aus der Wurzel der traditionellen chinesischen Heilpflanze Angelica sinensis isoliert und konzentriert werden. Er dient als gängiger Rohstoff sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin als auch in der modernen phytopharmakologischen Forschung und wird durch spezifische Verfahren wie die Lösungsmittelextraktion oder die überkritische Extraktion gewonnen, um die wirksamen Bestandteile der Pflanze anzureichern.

Wolfsbeerenextrakt – Eliminiert freie Radikale, aktiviert Immunzellen
Wolfsbeerenextrakt ist ein Gemisch aus Wirkstoffen, das aus den Früchten der Goji-Pflanze (meist der Sorte Ningxia), einem Mitglied der Nachtschattengewächse, konzentriert und verfeinert wird. Hierfür werden moderne Extraktionsverfahren wie Lösungsmittelextraktion, Ultraschallextraktion und überkritische Extraktion eingesetzt. Der Extrakt ist üblicherweise als Pulver, Flüssigkeit oder in Kapselform erhältlich und findet breite Anwendung in der Nahrungsergänzungs-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie.

Efeublattextrakt – Lindert Husten und löst Schleim. Entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Efeublattextrakt ist ein Wirkstoff, der aus den Stängeln und Blättern des Chinesischen Efeus (Hedera helix) aus der Familie der Araliengewächse gewonnen wird. Zu seinen Hauptwirkstoffen zählen Efeussaponine, Efeuglykosid C und Sapogenine. Ursprünglich in Mittel- und Südeuropa beheimatet, wird der Efeu heute südlich des Gelben Flusses in China sowie in den Provinzen Hunan und Jiangxi angebaut. Er muss von giftigen südamerikanischen Sorten unterschieden werden.










